Der Mond

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Am 1. November 2023 berichteten Wissenschaftler, dass sich laut Computersimulationen Überreste eines Protoplaneten mit dem Namen Theia im Inneren der Erde befinden könnten, die bei einer Kollision mit der Erde in der Antike übrig geblieben und anschließend zum Mond geworden sind.

Der neu entstandene Mond bewegte sich in einer viel engeren Erdumlaufbahn als heute. Die beiden Körper erschienen daher am Himmel viel größer als der jeweils andere, Finsternisse waren häufiger und die Gezeiteneffekte waren stärker. Aufgrund der Gezeitenbeschleunigung ist die Umlaufbahn des Mondes um die Erde deutlich größer geworden und weist eine längere Periode auf.

Nach seiner Entstehung hat sich der Mond abgekühlt, und der größte Teil seiner Atmosphäre wurde abgestreift. Die Mondoberfläche ist seitdem durch große und viele kleine Einschläge geformt worden, so dass sich eine Landschaft mit Kratern jeden Alters gebildet hat.

Der Mond ist aufgrund der Gezeitenausdehnung ein sehr leicht skaliges Ellipsoid, dessen Längsachse aufgrund der Gravitationsanomalien der Einschlagbecken um 30° gegenüber der Erde verschoben ist. Seine Form ist länglicher, als es die derzeitigen Gezeitenkräfte vermuten lassen. Diese “fossile Ausbuchtung” deutet darauf hin, dass der Mond erstarrte, als er in der Hälfte seines derzeitigen Abstands zur Erde kreiste, und dass er jetzt zu kalt ist, als dass seine Form das hydrostatische Gleichgewicht in seinem derzeitigen Umlaufabstand wiederherstellen könnte.

Der Mond ist nach Größe und Masse der fünftgrößte natürliche Satellit des Sonnensystems und kann als einer seiner Monde mit planetarischer Masse eingestuft werden, was ihn nach der geophysikalischen Definition dieses Begriffs zu einem Satellitenplaneten macht.